Larissa Schimweg: Auslandspraktikum bei farmsaat

Mein Name ist Larissa Schimweg und ich habe meine Ausbildung zur Kauffrau für Groß- und Außenhandelsmanagement (Fachrichtung: Großhandel) im August 2024 bei farmsaat begonnen.

Nun erstmal ein paar Fakten zu mir:

Ich bin 21 Jahre alt (Stand 01/2026) und wohne in Ostbevern. Im Jahr 2021 habe ich meinen Realschussabschluss erworben. Anschließend habe ich mein Abitur mit den Schwerpunkten Ernährungswissenschaften und Biologie erfolgreich absolviert.


Im Februar 2025 erhielt ich ein spannendes Angebot von meiner Berufsschule, dem Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf. Im Rahmen des Erasmus-Programms konnte ich ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland absolvieren. Neben Zielen wie Wien, Sevilla oder den Kanarischen Inseln, gab es in diesem Jahr ein ganz neues Angebot: das Kaufmann International Certificate (KIC). Dabei handelt es sich um einen dreiwöchigen Sprachkurs für Business Englisch in Irland. Da ich meine Englischkenntnisse verbessern wollte, war ich sofort interessiert und sprach mit dem farmsaat-Vorstand, um das ansprechende Programm vorzustellen und um zu klären, ob sie mir als Ausbildungsgeber diese Reise ermöglichen können. Für die Dauer von drei Wochen musste ich von meinem Ausbildungsunternehmen farmsaat freigestellt werden und durfte keinen Urlaub nehmen – so war es von der Schule vorgegeben. Seitens farmsaat zeigte man sich sehr schnell offen und bereit, diese Erfahrung zu unterstützen. Auch meine Ausbilderin unterstützte mich tatkräftig bei den Vorbereitungen, wo immer sie konnte, wofür ich sehr dankbar war. Somit bewarb ich mich direkt für das Programm, und kurze Zeit später erhielt ich die Zusage von meinem Lehrer – die Vorfreude war riesig! 

Am 29.09.2025 ging es dann endlich los. Gemeinsam mit fünf anderen Schülerinnen und Schülern meiner Schule flogen wir von Düsseldorf nach Dublin. Von dort aus sind wir mit dem Bus weiter nach Galway gefahren. In Galway haben wir gewohnt, die Sprachschule besucht und somit die drei Wochen unseres Praktikums verbracht. Wir haben uns jeweils zu zweit ein Hotelzimmer geteilt, welches über das Erasmus-Programm finanziert wurde. Durch eine kleine Küche in unserem Hotelzimmer war die Selbstversorgung keine Herausforderung für uns.

Wir waren eine Gruppe von 6 Personen, neben mir eine weitere Schülerin und vier Schüler. Wir haben uns sehr schnell kennengerlernt und unsere Freizeit oft gemeinsam verbracht.

Tagsüber haben wir die Schule besucht, die etwa eine halbe Stunde vom Hotel entfernt war. Der klassische Unterricht fand vormittags statt. Da wir eine kleine Gruppe von nur sieben Personen waren – sechs Schüler:innen aus Warendorf und eine weitere Schülerin aus Leipzig – war die Atmosphäre sehr entspannt und die Rahmenbedingungen zum Lernen optimal. Unsere Lehrerin war eine einheimische Irin, die ausschließlich Englisch sprach, was das Lernen besonders effektiv machte. Neben dem Unterricht unterhielten wir uns oft über die kulturellen Unterschiede zwischen Irland und Deutschland, was das Lernen inhaltlich noch interessanter gestaltete. 

Am Nachmittag arbeiteten wir in Gruppen an einem spannenden Projekt. Wir haben einen Businessplan für ein fiktives Unternehmen entwickelt. So konnten wir unser intensiviertes Englisch direkt im praktischen Kontext anwenden. 

Am Ende der drei Wochen stand ein Sprachtest an, in dem unser Wissen in den Bereichen Lesen, Schreiben und Grammatik abgefragt wurde. Außerdem mussten wir unseren Businessplan im Rahmen einer 30- bis 40-minütigen Präsentation vorstellen – eine Herausforderung, die mich nicht nur sprachlich, sondern auch in puncto Präsentationserfahrung sehr weiterentwickelt hat. 

Neben dem Unterricht hatten wir Freizeit, die wir nach Lust und Laune nutzen konnten. Unser Hotel lag nur etwa 20 Minuten fußläufig vom Atlantik entfernt, und so machte ich häufig Spaziergänge entlang der Küste, um die Ruhe zu genießen. Abends trafen wir uns oft als Gruppe, gingen in die Pubs, feierten in der Stadt oder spielten Gesellschaftsspiele. 

Das erste Wochenende begann mit einem Orkan, der aus den USA herübergezogen war und viel schlechteres Wetter versprach, als wir erwartet hatten. So mussten wir unser Programm für dieses Wochenende kurzfristig umplanen – sogar ein Rugbyspiel, das wir uns ansehen wollten, wurde abgesagt. Stattdessen verbrachten wir die Zeit im Hotel mit Gesellschaftsspielen und genossen die gemütliche Atmosphäre. 

Am zweiten Wochenende besserte sich das Wetter deutlich, sodass wir eine Tour zu den Cliffs of Moher buchen konnten. Wir fuhren mit dem Bus hin und zurück und hatten vor Ort zwei Stunden Zeit, die beeindruckenden Klippen zu besichtigen. Der Busfahrer erzählte uns viel über die Umgebung, was den Ausflug sehr interessant machte und uns noch mehr über Irland und seine Geschichte lehrte. 

Die Reise war für mich nicht nur eine wertvolle Gelegenheit, meine Englischkenntnisse zu erweitern, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis, bei dem ich viel über die irische Kultur und vor allem über und für mich selbst lernen durfte. Ich bin farmsaat sehr dankbar für diese Gelegenheit und den Support. Daher kann ich allen Berufsschülerinnen und -schülern von Herzen empfehlen, diese Gelegenheit zu nutzen, sofern sich die Chance ergibt.