Zwischenfrüchte FarmSaat AG

Zwischenfrüchte

Allgemeines

Zwischenfrüchte haben in den letzten Jahren enorm an Anbaubedeutung gewonnen. Die Eigenschaften der Zwischenfrüchte haben dazu geführt, dass diese in der neuen EU-Agrarreform besondere Berücksichtigung gefunden haben. Im sogenannten „Greening“ können neben anderen Varianten auf den ökologischen Vorrangflächen (öVF) Zwischenfrüchte ausgebracht werden. Jeder konventionell wirtschaftende Betrieb muss ab einer bestimmten Größe (siehe Unterpunkt) 5 % seiner Ackerfläche als öVF bereitstellen.

Zwischenfrüchte als öVF

Die Gründe, warum Zwischenfrüchte in der EU-Agrarreform berücksichtigt wurden, liegen auf der Hand. Zwischenfrüchte 
fördern die Bodenfruchtbarkeit, indem sie den Boden durch Tiefwurzler auflockern und so die Luft- und Wasserführung verbessern. Sie binden Nährstoffe und helfen beim Humusaufbau. So optimieren sie gerade in intensiven Produktionssystemen die Ertragsfähigkeit nachhaltig und sind ein ausgezeichneter Erosionsschutz. Gerade FarmSommer und FarmWinter sind sehr frohwüchsige Mischungen, die den Boden gut und schnell bedecken und so eine Auswaschung bzw. einen Abtrag des Bodens verhindern. Diese rasche Etablierung zusammen mit einer tiefen Durchwurzelung der Kruziferen sorgen für eine gute Bodengare. Die Frohwüchsigkeit fördert das hohe Aufnahmevermögen von Stickstoff und
 Phosphor bei diesen Nicht-Leguminosen.

Wir haben bei unseren Mischungen FarmSommer und FarmWinter darauf Wert gelegt, dass sie sich gut in Maisfruchtfolgen integrieren lassen. So ist eine Aussaat bis Ende September möglich.

Unsere neue Zwischenfrucht FarmOK (ohne Kruziferen) ist extra auf Rapsfruchtfolgen abgestimmt. Da sie ohne Kreuzblütler auskommt, ist die Übertragung von Kohlhernie ausgeschlossen.

Die Qualität unseres Saatgutes garantieren wir durch unsere Qualitätssorten und 100 % zertifiziertes Saatgut!

Für Betriebe mit Mulch-, Direktsaat und Strip-Till-Einsatz geeignet. FarmWinter bietet sich besonders in Wasserschutzgebieten an!

 

5 % ökologische Vorrangflächen

  • müssen konventionell wirtschaftende Betriebe bereitstellen, welche mehr als 15 ha Ackerfläche bearbeiten
  • müssen konventionell wirtschaftende Betriebe nicht bereitstellen, wenn
    • sie weniger als 15 ha Ackerfläche haben
    • die landwirtschaftliche Fläche zu mehr als 75 % aus Grünland, Ackerfutter oder Stilllegung besteht und die verbleibene Ackerfläche kleiner als 30 ha ist.

Was ist beim Zwischenfruchtanbau zu beachten?

  • Zwischenfruchtanbau wird mit dem Faktor 0,3 (1ha ZF = 0,3 ha öVF) als öVF anerkannt.
  • Für den Zwischenfruchtanbau müssen mindestens zwei Arten in einer Mischung aus der vorgegebenen  Kulturartenliste verwendet werden. Eine Art darf dabei nicht mehr als 60 % an Samen in der Mischung einnehmen.
  • Wir empfehlen die Saatgutetiketten für eventuelle Kontrollen aufzubewahren.
  • Düngung ist nur mit Wirtschaftsdünger erlaubt (entsprechend DüV). Mineralische Düngung und die Klärschlammausbringung sind nicht erlaubt.
  • Chemisch-synthetischer Pflanzenschutz ist generell verboten.
  • Die Aussaat der Zwischenfrucht darf nicht vor dem 16. Juli erfolgen.
  • Die Aussaat muss vor dem 01. Oktober abgeschlossen sein.
  • Zwischenfrüchte und Untersaaten dürfen im Ansaatjahr nicht energetisch (z.B. Biogas) oder als Futtermittel genutzt werden (Ausnahme: Beweidung mit Schafen & Ziegen).
  • Keine Bodenbearbeitung bzw. Einarbeitung der Zwischenfrüchte vor dem 15.02. des darauf folgenden Jahres (in den einzelnen Bundesländern kann diese Frist auf den 15.01. verkürzt werden (siehe Baden-Württemberg), ein Mulchen/Walzen der Zwischenfrucht ist im Herbst zur Vermeidung der Samenbildung zulässig. Die Biomasse verbleibt auf dem Feld.
  • Nach dem 15.02. dürfen Zwischenfrüchte angedüngt und genutzt werden, es muss jedoch eine neue Hauptkultur folgen.
  • Nur Grasuntersaaten, die als Zwischenfrucht genutzt werden, dürfen im Folgejahr in eine Hauptfrucht überführt werden.

Unsere Sorten