
Hybridroggen von farmsaat
Die farmsaat AG hat ihr Saatgutportfolio um Hybridroggen erweitert. Damit öffnet sich für Landwirte eine neue Chance insbesondere im Anbau von Nicht-Nahrungspflanzen.
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Aussaat
Bei einer frühen Aussaat empfehlen wir 180–200 Körner/m², bei einer späten Aussaat 200–240 Körner/m². Wie viel Saatgut du insgesamt für deine Fläche brauchst, kannst du mit unserem Saatgutrechner ermitteln.
Herbizid
Bei Aussaat auf sandigen Böden, bei Staunässe oder unmittelbar nach Starkregen ist Vorsicht geboten hinsichtlich der Verträglichkeit mit Flufenacet-haltigen Produkten.
Zu den gängigen Wirkstoffen gehören: Aclonifen, Cloquintocet- mexyl, Chlortoluron, Clodinafop- propargyl, Diflufenican, Florasulam, Flufenacet, Fluroxypyr, Halauxifen -methyl, Iodosulfuron, Mesosulfuron, Pinoxaden, Propoxycarbazon, Prosulfocarb, Pyroxsulam und Thifensulfuron. Beachten Sie die Produktinformationen des Herstellers.


Stickstoffmanagement
Eine korrekte Stickstoffdüngung ist entscheidend für den Ertrag sowohl hinsichtlich der Körner pro Ähre (Ernteindex) als auch des Hektolitergewichts (kg/hl). Der Gesamtstickstoffbedarf liegt selten über 150–170 kg N/ha. Ein Stickstoffüberschuss führt zu Lagerung.
Die unten beschriebenen zeitlich abgestimmten BBCH-Anwendungen müssen die mineralische Stickstoffversorgung des Bodens berücksichtigen.
- Stickstoffempfehlung gesamt: 150–170 kg N/ha
- Startgabe nach Winter (BBCH 21–25): 80 kg N/ha
- Düngergabe zum Schossen (BBCH 30–32): Restgabe
Ausreichende Mengen an P (Phosphat), K (Kalium) und S (Schwefel) sind für maximale Getreideerträge wichtig. Wintergetreide nehmen etwa 70 % ihres Phosphatbedarfs im Frühjahr auf, während Kalium für den Wasserhaushalt der Pflanzen entscheidend ist. Da der Schwefelgehalt der Atmosphäre seit den 1980er Jahren rückläufig ist, wird Landwirten empfohlen, ihren eigenen Schwefelindex im Boden zu überprüfen.
Fungizid
Roggen benötigt in der Regel weniger Fungizide als Weizen oder Gerste. Die Ertragskomponenten bei Roggen sind sehr spezifisch: Der Stängel trägt fast 60 % zum Gesamtertrag bei, die Ähre über 20 %.
Die wichtigsten Krankheiten im Roggenanbau sind Braunrost (Puccinia recondita f. sp. Secalis), Mehltau, Rhycosporium und gelegentlich Schneeschimmel (Microdochium nivale).
Die unten beschriebenen, zeitlich abgestimmten Anwendungen gewährleisten eine optimale Wirksamkeit des Fungizids.
- BBCH 29–30:
Frühsaisonbekämpfung (Rhycosporium, Mehltau, Schneeschimmel , Braunrostinfektionsdruck) - BBCH 39–47:
Schützt die unteren Blätter und in der mittleren Vegetationsperiode gegen Braunrostinfektion. - BBCH 51–59*:
Schützt in der Kornfüllphase gegen Braunrost.
*Für GPS-gestützte Silageernte ist keine Anwendung erforderlich.
Zu den gängigen Wirkstoffen gehören: Azoxystrobin, Benzovindiflupyr, Cyflufenamid, Cyprodinil, Fenpicoxamid , Fenpropidin, Fluopyram , Fluoxastrobin , Fluxapyroxad, Folpet. Mefentrifluconazol , Metconazol, Metrafenon, Proquinazid, Prothioconazol, Pyraclostrobin, Spiroxamin, Tebuconazol. Beachten Sie die Produktinformationen des Herstellers.


Wachstumsregulator
Die Steuerung von Wachstumsregulatoren ist bei Roggen von entscheidender Bedeutung. Ziel ist es, die Anwendungen aufzuteilen, um sowohl die Wurzelverankerung als auch die Stängelfestigkeit zu erhöhen.
Die unten aufgeführten, zeitlich begrenzten Gaben gewährleisten ein minimales Risiko der Anwendung.
- BBCH 29–30: Erhöhung der Wurzelverzweigung im Oberboden und Verankerung
- BBCH 31–32: Verkürzung der unteren Internodienlänge und Verdickung der Stammwand
- BBCH 37–49: Verkürzung der oberen Internodien vor dem Ohraustritt
Zu den gängigen Wirkstoffen gehören: Chlormequatchlorid , Ethephon, Mepiquat , Prohexadion , Trinexapac-Ethyl. Beachten Sie die Produktinformationen des Herstellers.
Ethanol-Rohstoff von E10 bis E20
Die Ethanolproduktion aus Getreide ist in Europa eine wachsende Quelle für erneuerbare Kraftstoffe. Roggen spielt dabei ein zunehmend wichtige Rolle als Rohstoff. Das macht ihn wiederum auch für Landwirte attraktiv.


SAF
SAF – Sustainable Aviation Fuel – ist die Bezeichnung für erneuerbare Kraftstoffe im kommerziellen Flugverkehr, die dem herkömmlichen Kerosin beigemischt werden. Sie werden aus öl- oder stärkebasierten Rohstoffen gewonnen, darunter Roggen. Für Landwirte öffnet sich damit ein neuer, nachhaltiger und skalierbarer Markt.
FAQ
Wo passt Hybridroggen in meine Fruchtfolge?

Böden mittlerer bis hoher Fruchtbarkeit (Gesamtniederschlag < 800 mm):
- Körnerroggen benötigt eine Gesamtstickstoffversorgung von ca. 150–170 kg/ha N
- Roggen lässt sich gut in die Getreidefruchtfolge nach Winterweizen oder Wintergerste integrieren. Er dient als ressourcenschonende zweite oder dritte Getreideart.
- Es ist darauf zu achten, dass Roggen nicht auf Lehmböden angebaut wird, da dort Schneckenfraß zu Ertragsverlusten führen kann.
Mittlere bis geringe Fruchtbarkeit oder saure Böden (Gesamtniederschlag < 550 mm):
- Hybridroggen ist eine ideale Erstgetreideoption für leichte Böden, die kein hohes Ertragspotenzial aufweisen.
- Roggen benötigt im Durchschnitt etwa 20–25 % weniger Wasser als Winterweizen.
- Der Gesamtstickstoffgehalt ist ebenfalls deutlich geringer (ca. 100 kg/ha).
Vermeiden Sie den kontinuierlichen Roggenanbau:
- Um die Bildung von Mutterkorn zu vermeiden, sollten nicht mehr als zwei Roggenernten nacheinander angebaut werden.
- Es wird empfohlen, durch Pflügen die Mutterkornsklerotien zu vergraben.
Zusammengeführte Quellen: Landwirtschaftskammern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern, Landesregierung Brandenburg, COBORU, COCERAL, PROPLANTA, BASF, USDA Foreign Agricultural Service, EUROSTAT, YARA, ARMIR Agencja Restrukturyzacji i Modernizacji Rolnictwa, Statistische Daten des Bundes und der Länder, GeoBasis-DE / BKG, DESTATIS Statistisches Bundesamt, SEGES SortInfo , Freie Universität Berlin, All About Feed, V. Wilke, EU Emissions Trading System (ETS2), Produktionsstandort Schwedt (Brandenburg) VERBIO Schwedt GmbH