Ausbildung bei farmsaat

Erfahrungsbericht unserer Auszubildenden Katharina

Hallo, mein Name ist Katharina Beuse und ich bin seit August 2019 Auszubildende bei der Firma farmsaat.

Erst einmal verrate ich ein bisschen zu meiner Person: Ich bin 20 Jahre alt und komme aus Ostbevern. Ich habe 2017 in Ostbevern meinen Realschulabschluss gemacht und habe anschließend am Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf mein Fachabitur in Richtung Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Medien SAP bestanden. In meiner Freizeit spiele ich Tennis und bin gerne mit meinen Freunden unterwegs.

Ende 2018 habe ich mich bei verschiedenen Firmen um eine Ausbildungsstelle beworben – unter anderem natürlich auch bei der Firma farmsaat.

Wie kam ich auf die Firma farmsaat?

Ich habe das Stellenangebot von farmsaat in der Zeitung gesehen und mich anschließend auf der Internetseite schlau gemacht, um mehr über die Firma herauszufinden. Da ich 10 Jahre auf dem Land gelebt habe, war ich auch schon ein bisschen mit den Produkten vertraut.

Ich habe meine Bewerbung eingereicht und wurde anschließend zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Ein paar Wochen später bekam ich die Zusage und habe mich darüber natürlich sehr gefreut.

Zu Anfang wurde ich sehr herzlich begrüßt und in die #farmilie – also die farmsaat-Familie – aufgenommen. Da farmsaat noch nicht so groß ist wie manch andere Firmen, hat man viel mehr das Gefühl, wirklich in eine neue Familie aufgenommen zu werden. Seitdem ich hier meine Ausbildung angefangen habe, ist das Unternehmen schon gut gewachsen. Wir haben acht neue Teammitglieder in der Zentrale gewonnen und vier neue internationale Kollegen. Tendenz steigend!

Damit das Teamgefühl gestärkt wird, haben wir 2-3 mal im Jahr ein großes Zusammentreffen an verschiedenen Orten in Deutschland. Dort kommen alle Außendienstler – international und national – und natürlich alle aus der Zentrale zusammen.

Im Juni 2020 waren wir in Bad Driburg. Wir haben dort ein Seminar gehabt. Zusätzlich waren wir aber auch auf dem Bilster Berg auf der Rennstrecke. Diese Treffen werden meistens über zwei Tage veranstaltet, so dass wir für eine Nacht in einem Hotel unterkommen. An einem Tag ist Seminar angesagt und an dem zweiten „entspanntes“ Programm.

Durch Corona war dies die letzten 1,5 Jahre nicht machbar. Wir haben stattdessen zwei Onlinetreffen veranstaltet. Dies ist nicht mit einem persönlichen Treffen zu vergleichen. Ich freue mich immer sehr auf die Kollegen aus dem Außendienst, weil man diese meistens nur bei diesen Events trifft. Dieses Jahr haben wir uns das erste Mal seit Juni 2020 wieder gesehen und dementsprechend gab es auch viel Redebedarf.

Wie sieht ein Tag als Azubi bei farmsaat aus?

Mein Tag beginnt in der Regel so gegen 08.00 Uhr. Ich fahre immer mit dem Auto zur Arbeit. Die Mitarbeiter aus direkter Nähe kommen oft mit dem Fahrrad. Zudem gibt es eine gute Busverbindung nach Münster oder Warendorf. Diese wird auch von ein paar Kollegen genutzt.

Wenn ich in der Firma angekommen bin, gehe ich direkt zu meinem Platz. Dort melde ich mich erst einmal an meinem PC an und öffne die ganzen Programme, die ich im Alltag benötige, z.B. mein E-Mail-Postfach, unser ERP-Programm, das Telefonsystem und so weiter. Anschließend greife ich mir meine Wasserflasche, die ich von farmsaat bekommen habe, und mein Mittagessen und gehe nach oben in die Küche. Hier stelle ich mein Mittagessen in den Kühlschrank und fülle meine Wasserflasche an unserem Wasserspender auf. Wir haben alle Zugriff auf Wasser und Kaffee ohne Limit.

Im Anschluss gehe ich an meinen Platz und gucke, ob ich irgendwelche dringenden E-Mails bekommen habe. Wenn ich diese beantwortet sind, gucke ich mir meine anderen Postfächer an. Ich habe insgesamt drei E-Mail-Postfächer. Zusätzlich gibt es die Postfächer des Auftragsmanagement und der Logistik. Da ich hier am meisten in meiner Ausbildung eingesetzt werde, habe ich natürlich auch den Zugriff auf die dort eingehenden Mails. Im Postfach des Auftragsmanagement kommen die Aufträge an – zum einen über die farmpartner-App oder den Online-Shop, aber auch per Mail oder Fax.

In der Hauptsaison werde ich immer in den gleichen Abteilungen eingesetzt. Zwischen Oktober und Februar bin ich hauptsächlich im Auftragsmanagement tätig. Hier geben wir dann fleißig die Aufträge ein und kümmern uns um die Fälle, die noch geklärt werden müssen.

Zwischen März und Mai bin ich der Logistik zugeteilt und helfe die Lieferungen zu beauftragen und Lieferscheine zu erzeugen. Ab Juni bin ich wieder im Auftragsmanagement unterwegs. Nun werden Rechnungen erstellt und Lagerbestände bis Anfang Juli geklärt. Ab Mitte Juli ist es ruhiger, somit kann ich dann auch in den anderen Abteilungen helfen.

Das sind meine Nebenaufgaben

Neben den Haupttätigkeiten muss ich natürlich auch die Basic-Aufgaben erledigen. Zum Beispiel fahre ich zur Post und bringe die Geschäftspost weg, denn unsere Lieferscheine werden per Post verschickt. Die Ablage erledigt hauptsächlich jeder selber, aber wenn ich Zeit habe, unterstütze ich auch da gerne die Kollegen.
Die Rechnungen, die wir ausstellen, drucken wir aus und heften diese ab, was zudem zu meinen Aufgaben gehört. Ab und zu bringe ich Autos zur Werkstatt oder hole neue Kennzeichen ab. So kann ich meinen Kollegen, der für die Leasing-Fahrzeuge verantwortlich ist, ein bisschen unterstützen.

Im Sommer verschicke ich viele Pakete: Sortenschildern, Kleidung oder eben auch Kataloge gehen dann auf den Weg. In dieser Jahreszeit ist es eher ruhig bei uns und somit übernehme ich diese Arbeiten gerne für meine Kollegen.

Meine Zeit in der Berufsschule

Die Berufsschule ist natürlich auch ein großer Bestandteil der Ausbildung. Ich besuche das Paul-Spiegel-Berufskolleg in Warendorf. Dort habe ich mein Fachabitur absolviert, deswegen kannte ich die Schule und einen Teil der LehrerInnen schon gut.

Seit dem Jahr 2021 ist es so, dass in jedem Ausbildungsjahr die SchülerInnen/Azubis 1,5 Tage in der Woche Schule haben, d.h. jede Woche einmal und alle zwei Wochen zweimal. Im ersten Jahr hatte ich nur einmal Schule, aber anschließend auch das 1,5-Tage-Prinzip.

Die Prüfungsfächer sind Kosten und Steuerung (KSK), Großhandelsprozesse (GRP) und Wirtschaft und Sozialprozesse (WSP). Im zweiten und dritten Jahr kommen Fächer wie Englisch, Deutsch, Sport und Politik hinzu.

Wir schreiben pro Halbjahr eine Klausur in den Hauptfächern und nach 1,5 Jahren die Zwischenprüfung. In den Nebenfächern wird in der Regel keine Klausur geschrieben – eher mal einen Test oder man hält eine Präsentation. In der Zwischenprüfung werden nur die Hauptfächer abgefragt.

Für die Berufsschultage werden die Azubis von dem Unternehmen freigestellt. Das heißt, ich muss, nachdem ich in der Schule war, nicht noch zur Arbeit kommen. Das wird jedoch unterschiedlich von Unternehmen zu Unternehmen gehandhabt. Ich habe auch Mitschüler in meiner Klasse, die an bestimmten Tagen nach der Schule noch bei der Arbeit erscheinen müssen.

Vor den Corona-Ereignissen haben wir am letzten Schultag vor den Ferien eine Betriebsbesichtigung gemacht. Da suchen wir uns zwei bis drei Betriebe aus, die nicht allzu weit voneinander entfernt sind und gucken uns die Büroräume und das Lager o.ä. an. Leider konnte ich bisher an keiner Besichtigung teilnehmen, weil ich an diesem Tag mit meinem Betrieb in Bad Driburg war.

Die LehrerInnen legen viel Wert darauf, uns den Unterrichtsstoff so gut wie möglich beizubringen. Sie nehmen sich Zeit und erklären die Inhalte gerne mehrfach, damit es auch wirklich alle verstanden haben.