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Eine gute Saat ist das A und O im Maisanbau

Neben der richtigen Maissorte, welche optimal an die Klima- und Bodenbedingungen sowie die Nutzungsrichtung angepasst sein sollte, kommt der Saatbettvorbereitung im Maisanbau eine ganz entscheidende Bedeutung zu.

 

Die Maiszüchtung hat in den letzten Jahren gravierende Fortschritte in vielen Bereichen erzielen können. Als erstes fällt hier selbstverständlich der Ertrag ins Auge, aber auch eine höhere Kältetoleranz, eine bessere Jugendentwicklung, eine höhere Verdaulichkeit, höhere Erträge bei niedrigeren Reifezahlen oder eine geringere Anfälligkeit ggü. Krankheiten wie Pilzkrankheiten seien genannt. Das führt dazu, dass sich der Maisanbau immer weiter ausdehnt, sowohl in neue Regionen, als auch jahreszeitlich. Wo ursprünglich eine Aussaat Anfang bis Mitte Mai normal war, wird heutzutage Mitte April gesät. In Gunstlagen sogar noch früher, in Österreich spricht man mittlerweile von Mitte März. Gerade die Entwicklung der letzten Jahre mit einem trockenen Frühjahr und einer extremen Frühsommertrockenheit wird diese Tendenz eher noch verstärken.

Maisaussaat Traktor mit Maislegegeraet
einzelne Maispflanze im Jugendstatium

Die Grenzen der Tropenpflanze Mais lassen sich jedoch nicht unbeschränkt verschieben. Daher steigt die Bedeutung einer guten Saatbettaufbereitung an, um die Risiken so niedrig wie möglich zu halten.

Der Bestandesdichte fällt hierbei eine besondere Rolle zu. Durch die intensive Weiterentwicklung der Maissorten in der Züchtung einerseits und der zunehmenden Frühsommertrockenheit werden viele Bestandesdichten immer noch zu hoch gewählt. Hochertrags-Maissorten benötigen Ressourcen (wie Nährstoffe & Wasser, aber auch Licht), um ihre Genetik und ihr Potenzial optimal auf das Feld bringen zu können. Eine Nichtausschöpfung dieser Ressourcen kann nicht durch eine höhere Bestandesdichte kompensiert werden! Schlimmer noch, sie korreliert negativ, da sich in Prozessen wie in einem schnelleren Längenwachstum beim Kampf um die Ressource Licht niederschlägt. Infolgedessen wird ein dünnerer Stängel und ein höherer Kolbenansatz ausgebildet, was sich negativ auf die Standfestigkeit der Maissorten auswirkt. Andere Entwicklungen wie eine schlechtere Bestäubung, eine schlechtere Kolbenausbildung aufgrund geringerer Ressourcen, womöglich eine geringere Ausbildung des Blattapparats und am Ende der Vegetation eine weniger vorhersehbare Abreife (zu früh bei Trockenheit, zu spät bei nassem Klima) sind weitere negative Begleiterscheinungen.

Wir empfehlen daher für unsere Maissorten eine Aussaatstärke von 8-9,5 Körner pro m². Die Aussaatstärke in Maiskörnern bildet hierbei nicht die Bestandesdichte (Pflanzen/m²) ab, da mit einem Feldaufgang von ca. 95 % gerechnet wird, auf Grenzstandorten von 90 %. Somit ist die Aussaatstärke höher als die Bestandesdichte. Die genaue Aussaatstärke für unsere Maissorten für Ihren Standort rechnet Ihnen gerne Ihr farmpartner oder Regionenleiter aus.

Maisfeld mit Weitblick