Luzerne

Eiweiß ohne Ende

Eigenschaften

  • Durchschnittliche Erträge von 100 dt. TM/ha und mehr sind realistisch.
  • Hoher Rohproteingehalt
  • Hohe Standfestigkeit, tiefes Wurzelsystem bis zu 4,5 m
  • Beimpft
  • Gute Winterhärte
  • Luzerne ist ideal als Struktur- und sehr proteinreiches Futter.
  • Ideal für sommertrockene Standorte
  • Bitte achte vor der Aussaat auf den pH-Wert (mind. pH-Wert 6) und kalke gegebenenfalls.

Eignung

Warme, sandige Standorte. Keine Staunässe, nicht zu sauer!

Nutzungsdauer

3 – 4 Vegetationsphasen

Anbauempfehlung

Zur Etablierung sollte die Luzerne einmal pro Jahr abblühen.

Aussaatmenge

15 – 20 kg/ha

Aussaatzeit

April bis September

Luzerne anbauen leicht gemacht: Pflanze für Gründüngung und Viehfutter in einem

Die Luzerne ist eine echte Alleskönnerin unter den Pflanzen. Sie bereitet nicht nur den Boden auf, sondern gilt auch vor allem für Pferde als beliebte Futterpflanze. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 1 m und ihren auffälligen violetten Blüten ist sie zudem eine Zierde auf jedem Feld oder am Wegesrand. Die krautige Pflanze zählt zu den Tiefwurzlern und ist witterungsbeständig. So können ihr weder längere Trockenperioden noch der Winter etwas anhaben. In der Regel blüht die Luzerne 3 bis 4 Vegetationsphasen lang.

Die Besonderheiten der Luzerne: Gründüngung dank Knöllchenbakterien und hoher Eiweißgehalt

Luzerne beziehungsweise Luzernegras eignet sich hervorragend als Gründünger. Sie besitzt wie andere Leguminosen sogenannte Knöllchenbakterien an den Wurzeln. Diese nehmen Stickstoff aus der Luft auf und geben ihn an den Boden wieder ab. Dadurch wird die Erde mit der Zeit aufgewertet und Pflanzen, die in nachfolgenden Saisons an dieser Stelle wachsen, finden perfekte Wachstumsbedingungen vor. Diese natürliche Art der Bodenaufbereitung ist deutlich umweltfreundlicher als herkömmliche Stickstoffdüngung.

Ideale Futterpflanze – Viehfutter aus Luzerne: Pferde, Milchviel, Hühner und Co.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Luzerne für Pferde, Milchvieh, Kaninchen und andere Tiere Inhaltsstoffe enthält, die sie vor allem als Futter interessant macht. Hauptsächlich beeindruckt ihr hoher Eiweißgehalt.

Beliebte Küchenpflanze wegen ihrer Wirkung: Luzerne findet Verwendung in der Küche durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe

Der hohe Eiweißgehalt und die enthaltenen Vitamine und Aminosäuren sorgen bei der Luzerne für Inhaltsstoffe, die die Pflanze zunehmend beliebter macht und in unserer Küchen bringt. Ihre frischen Blätter können im Salat verarbeitet werden oder aber es werden ihre Sprossen verzehrt. Nicht selten findet man sie dann unter der Bezeichnung „Alfalfa“.

3 Punkte, die vor der Aussaat eines Luzernefeldes beachtet werden sollten

Luzerne oder Luzernegras?

Bevor es zur Aussaat kommen kann, muss zunächst die Frage geklärt werden, ob Luzerne oder lieber Luzernegras angepflanzt werden soll. Bei letzterem handelt es sich um eine Mischung aus Luzerne und verschiedenen Gräsern. Ab und zu lässt sich auch die Bezeichnung Luzerne-Kleegras finden, da Klee ebenfalls einen großen Bestandteil ausmacht. Achte beim Kauf einer solchen Mischung allerdings auf den prozentualen Anteil der Luzerne. Sie sollte mindestens 40 % der Mischung ausmachen, damit ihre Wirkung als Gründünger nicht verloren geht.

Standortwahl für den Luzerneanbau

Wenn du Luzerne säen möchten, solltest du vor allem Wert auf den richtigen Standort legen. Die ursprünglich aus dem warmen Mittelmeerraum stammende Pflanze bevorzugt Böden, die sich schnell erwärmen. Zudem ist ein sonniger Standort zu präferieren.

Außerdem empfiehlt sich vor der Aussaat eine detaillierte Bodenuntersuchung. Um der Luzerne optimale Voraussetzungen zu bieten, sollte der pH-Wert des Bodens möglichst neutral sein.

Ideale Luzerne-Düngung

Falls bei der Bodenuntersuchung festgestellt wird, dass deine Erde nur sehr wenig Stickstoff enthält, kannst du einmalig eine Düngergabe von 30 bis 50 kg N/ha in Erwägung ziehen. Dasselbe gilt für den Kalkgehalt des Bodens.

Luzerne: Aussaat und Pflege

Aussaatzeitpunkt

Wer die Luzerne säen möchte, startet ab April und sollte bis spätestens Mitte August die Aussaat durchgeführt haben. Wenn du dich für eine späte Aussaat entscheidest, entfällt anschließend der Herbstschnitt. Bei zeitigen Aussaaten hingegen muss auf die Außentemperatur geachtet werden. Säe die Luzerne nur aus, wenn keine starken Fröste mehr angekündigt sind. Leichte Fröste machen der Pflanze zwar nichts aus, eine Keimtemperatur von mindestens 5°C bietet jedoch die besten Voraussetzungen.

Ideale Bodenvorbereitung für die Luzerne / Aussaatmenge korrekt wählen

Vor dem Ausbringen des Saatguts sollte Unkraut entfernt und der Boden gut gelockert werden. Die Luzerne bevorzugt feinkrümelige Erde, in die sie mit einer Saattiefe von 1 cm bis 1,5 cm breitwürfig eingearbeitet wird. Du kannst Luzerne aber auch genauso gut als Blanksaat ausbringen. Wichtig ist nur, dass anschließend mit einer Walze über die Fläche gegangen wird. Für einen Hektar solltest du etwa mit einer Aussaatmenge von 25 kg bis 30 kg Luzernesaatgut rechnen.

Bewässerung von Luzernefeldern

Die Luzerne muss lediglich mäßig gegossen werden. Wenn sich in der Wachstumsphase viel Unkraut bildet, empfiehlt sich ein Schröpfschnitt. Dabei musst du darauf achten, dass die Schneidewerkzeuge so hoch eingestellt werden, dass die kleinen Luzernen nicht beschädigt werden. Vor Einbruch des Winters ist zudem ein Rückschnitt der Luzerne auf eine Höhe von 10 cm angebracht. Geachtet werden muss auch auf eine Anbaupause von 5 bis 6 Jahren zwischen zwei Kulturen.

Luzerne ernten und aufbewahren: Luzerne trocknen oder silieren

Um einen möglichst hohen Eiweißgehalt zu gewährleisten, sollte die Pflanze sich zwischen dem Knospenstadium und der beginnenden Blüte befinden, wenn du die Luzerne erntest. Beim Schnitt darf eine Höhe von 8 cm bis 10 cm nicht unterschritten werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Luzerne nicht erneut austreibt. Als Richtlinie kannst du dich an einem ersten Schnitt nach 75 Tagen orientieren. Ein Ertrag von 100 dt. TM/ha ist durchaus realistisch.

Wenn du die geerntete Luzerne einige Zeit aufbewahren möchtest, kannst du sie entweder trocknen oder silieren. Die Luzerne-Trocknung empfiehlt sich vor allem, wenn der hohe Eiweißgehalt der Luzerne möglichst beibehalten werden soll. Bei einer Aufbewahrung in Silofolie ist es von Vorteil, mehrere Lagen Folie zu nutzen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die stabilen Stängel der Luzerne die Silofolie beschädigen.

Aus Luzernen können Luzerneheu, Luzernecobs, Luzernepellets, Luzernebriketts und Luzerneballen produziert werden.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick: das solltest du über die Luzerne wissen

Wie sieht Luzerne aus?

Bei der Luzerne handelt es sich um eine krautige Pflanze, deren Schmetterlingsblüten in verschiedenen Violetttönen erstrahlen. Sie bildet lange Stiele, an denen elliptisch geformte Blätter wachsen. Die Blüte selbst erinnert an eine Traube.

Der beste Zeitpunkt – wann solltest du Luzerne säen?

Die Luzerne kannst du von April bis in den August hinein in die Erde bringen.

Welche Aussaattiefe benötigt die Luzerne?

Die optimale Saattiefe für Luzerne beträgt 1 cm bis 1,5 cm.

Wann blüht Luzerne?

Die Luzerne blüht zwischen Juni und September.

Wann wird Luzerne geerntet?

Die Ernte der Luzerne hängt von ihrem Wachstumsstadium ab. Um einen möglichst hohen Eiweißgehalt zu gewährleisten, sollte die Pflanze sich zwischen dem Knospenstadium und der beginnenden Blüte befinden, wenn geerntet wird. In der Regel kann ein erster Schnitt nach 75 Tagen erfolgen.

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