Pflanzenschutz Mais: Unkraut, Maiswurzelbohrer und Maiszünsler bekämpfen

Mais als Ackerbauprodukt hat den Vorteil, dass dieses im Vergleich mit allen relevanten Ackerbaukulturen die geringste Pflanzenschutzintensität aufweist. Im Speziellen bedeutet dies, dass bei Maispflanzen im Rahmen des direkten Mais-Pflanzenschutzes im Regelfall lediglich die Bekämpfung von Unkraut und des Maiszünslers notwendig ist. Pflanzenschutzmittel für Mais werden zumeist nicht eigesetzt.

Unkrautbekämpfung im Maisanbau

Einsatz von Insektiziden oder Fungiziden (mit Ausnahme der Maisbeizen) spielen eine untergeordnete Rolle beim Pflanzenschutz für Mais. Hingegen ist eine passende Unkrautkontrolle im Maisanbau eine sehr wichtige Maßnahme, um den erfolgreichen Ertrag zu sichern. Möglichkeiten bei der Unkrautbekämpfung sind mechanischer Maßnahmen (per Hacke oder Striegel) oder chemische Bekämpfungsmittel unter dem Einsatz von Herbiziden.

In der Phase der Jugendentwicklung reagiert Mais auf Unkrautkonkurrenz sehr empfindlich. Mais benötigt Wärme, so dass es im Frühjahr bei niedrigen Temperaturen zu einem verzögerten Wachstum kommen kann. Um nicht um Wasser, Nährstoffe oder Licht konkurrieren zu müssen, sollte die Unkrautkonkurrenz in dieser Zeit so gering wie möglich gehalten werden.

Eine passende Bekämpfung von Unkraut gewährleistet, dass sich die Kultur etablieren kann. Es reicht zu Beginn des Wachstums eine ein- bis zweimalige Behandlung der Kultur mit Pflanzenschutzmitteln gegen Unkräuter vorzunehmen, um die Unkrautkonkurrenz bis zum Reihenschluss des Maises auszuschalten. Angeboten wird eine große Bandbreite an Herbiziden. Diese sollten passend zur Unkrautflora, Witterung und Bodenart gewählt werden.

Ist der Reihenschluss erfolgt, sind Bekämpfungsmaßnahmen nur noch für Unkräuter nötig, die den Mais überwachsen können. Abhängig von den Witterungsbedingungen kann es selten nötig sein ein Mittel gegen Pilzbefall einzusetzen.

Schädlingsbekämpfung im Maisanbau

Schlupfwespen gegen Maiszünsler: Bekämpfen per Drohne

In den letzten Jahren ist es zu einer Zunahme von Schädlingen im Mais gekommen. Bekannt ist vor allem, dass der Maiszünsler Schaden an Maispflanzen anrichtet. Er gehört zu den gefährlichen Schädlingen bei der Maiskultur. Maiszünsler zu erkennen ist nicht schwer. Der grau-braune Falter verursacht als erstes Schadbild abgeknickte oder abgebrochene Maisfahnen. Die Maiszünslerlarven bohren sich in den Stängel der Maispflanze, so dass dieser ausgehöhlt wird. Dadurch knicken junge Maispflanzen ab. Auch können an den Fraßstellen Schimmelpilze in die Pflanzen eindringen, die die Pflanzen schädigen. Der Maiszünsler kann so einen Ertragsverluste von bis zu 50 % verursachen.

Die Bekämpfung des Maiszünslers kann biologisch durch den Einsatz des Nützlings Schlupfwespe (Trichogramma) erfolgen, was vielfach gängige Praxis ist. Zum Einsatz der Trichogramma gegen Maiszünsler können diese gekauft werden. Dabei parasidieren die schlüpfenden Schlupfwespen die Schädlingsgelege des Maiszünslers, so dass diese abgetötet werden. Durch diese Vorgehensweise kann beim Maisanbau häufig auf den Einsatz von chemischem Pflanzenschutzmittel zur Schädlingsbekämpfung verzichtet werde. Die Eier der Schlupfwespen können per Hand oder per Luftfahrzeugen zwei- bis dreimal gleichmäßig über den Bereichen der Anbauflächen verteilt werden, die von einem Befall betroffen sind. Da diese Art der Schädlingsbekämpfung kostspielig und arbeitsintensiv ist, wendet man die Methode vor allem bei Körnermais an, weniger bei Biogas- oder Silomais. Bei hohem Auftreten des Maiszünslers können Insektizide eingesetzt werden.

Eingeschleppter Schädling Maiswurzelbohrer: Bekämpfung durch Nematoden

Ein zusätzlicher, nennenswerter Schädling ist der Maiswurzelbohrer, ein großer Blattkäfer, der aus den USA eingeschleppt wurde. Dieser gefürchtete Schädling ist seit einigen Jahren bei uns auf dem Vormarsch. Der Maiswurzelbohrer ist mit seiner Ausbreitung vor allem in Bayern und Südbaden als Schadinsekt angekommen. Die Larven des Maiswurzelbohrers schädigen die Pflanzen, indem sie an den Wurzeln fressen. Dadurch verlieren die Maispflanzen an Standfestigkeit und können umknicken. Auch die Befruchtung der Pflanzen wird so behindert.

Du möchtest den Maiswurzelbohrer vorbeugend bekämpfen? Maiswurzelbohrer haben natürliche Feinde: Statt den Maiswurzelbohrer per Insektizid zu bekämpfen, kann auf anderem Wege gehandelt werden. Zur biologischen Bekämpfung der Larven des Maiswurzelbohrers wird zukünftig der Einsatz von Nematoden möglich sein. Nematoden gegen Maiswurzelbohrer einzusetzen hat folgenden Effekt: Die Fadenwürmer parasitieren die Maiswurzelbohrerlarven. Diese versterben dadurch.

Vorbeugende Maßnahmen für einen gesunden Maisbestand

Diese Maßnahmen helfen neben den direkten Maßnahmen wie Herbizideinsatz und Schädlingsbekämpfung deinen Maisbestand gesund zu erhalten:

  • Der Einsatz von einer Saatgutbeizung zur Vermeidung von Auflaufkrankheiten, schädlichen Bodenorganismen und Schadvögeln ist sehr wichtig.
  • Befallsvermindernd wirkt sich eine weite Fruchtfolge (Fruchtwechsel von Mais mit anderen Kulturarten) aus.
  • Eine optimale Bereitung des Saatbettes fördert eine guten Jugendentwicklung. Eine saubere Bodenbearbeitung hilft, Auflaufkrankheiten zu vermeiden. Vermeide eine schlechte Gefügestruktur oder Verschlämmungen. Diese Maßnahmen sind eine passende Prävention gegen einen Fusariumbefall und damit eine optimale Maßnahme zusätzlich zur Beizung. Diese kann keine Garantie gegen Befälle bieten.
  • Wähle den passenden Aussaatzeitpunkt.
  • Es sollte die optimale Maissorte (je nach Standort usw.) ausgewählt werden. Bestenfalls fällt die Wahl auf eine wenig anfällige Sorte.
  • Mechanische Verletzungen der Maiskörner und -pflanzen sollten vermieden werden.
  • Die Pflanzen sollten passend zum Bedarf gedüngt werden.
  • Zerkleinere im Anschluss an die Ernte Reste des Maisstrohs und arbeiten diese ein. Das intensive Zerkleinern und Unterpflügen der Maisstoppeln führt zum Absterben der Maiszünslerlarven.

Bestens beraten.
Mit unserem #farmprinzip.

Wir verkaufen unser Saatgut bevorzugt über unsere farmpartner – von Landwirt zu Landwirt. So finden eine fachkundige Beratung und Saatgut in Spitzenqualität bei unseren Kunden zusammen. Das ist ist unser #farmprinzip.

Kontaktiere bei Interesse unseren Regionenleiter für deine Region und lasse dich an den farmpartner in deiner Nähe weiterleiten!

Einkaufen per #farmprinzip

Unser Saatgut von Landwirt zu Landwirt. Persönlich und auf Basis fachkundiger Beratung. Sprich unsere Regionenleiter an!

Direkt online bestellen

Schnell und unkompliziert: Hier im Shop bestellen und sich unser Saatgut einfach auf den Hof liefern lassen. Für alle, die auf eine fachkundige Beratung verzichten möchten.