Wichtige Maßnahmen für den Anbau von Soja: Unkrautbekämpfung im Sojaanbau

Beim Anbau von Soja kommt es vor allem zu Beginn der Wachstumsperiode darauf an, Unkraut möglichst einzuschränken. Da Soja eine verhältnismäßig längere Zeit zum Entwickeln der Jungpflanzen benötigt, besteht vor allem in dieser Zeit die Gefahr der Verbreitung von Beikraut. Allerdings gibt es verschiedene Mittel, um gegen die unerwünschten Pflanzen vorzugehen.

Unkraut gar nicht erst wachsen lassen: Vorbeugende und indirekte Maßnahmen

Unkrautbekämpfung im Sojaanbau

Vorsorge ist besser als Nachsorge! (Bild: stock.adobe.com – Serhii)

Damit es erst gar nicht zu Problemen durch Beikraut und im schlimmsten Fall zu Ertragsverlusten kommt, empfiehlt es sich schon vor der Soja-Aussaat entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Generell gilt, dass Soja nur auf unkrautarmen Flächen angebaut werden sollte.

Achtung: Flächen, auf denen Winden und Disteln gerne wachsen, sind für einen Sojaanbau nicht geeignet.

Des Weiteren helfen folgende vorbeugende Maßnahmen:

  • Nicht zu zeitig aussäen: Die Sojabohnen sollten erst bei 10 °C Bodentemperatur in die Erde gebracht werden.
  • Vor der Aussaat solltest du überprüfen, wie die Prognosen für das Wetter der folgenden Tage lauten. Soja benötigt Wärme zum Gedeihen.
  • Halte den Unkrautdruck so gering wie möglich durch geeignete Vorfrüchte wie beispielsweise (Winter-)Getreide.
  • Der Anbau von geeigneten Zwischenfrüchten ist sinnvoll.
  • Soja sollte in der Regel nur zweimalig aufeinanderfolgend angebaut werden. Nur in extremen Ausnahmen kann dreimalig hintereinander angebaut werden, wobei der Krankheitsdruck hierbei überproportional im letzten Anbaujahr ansteigt!
  • Eine flache Bodenbearbeitung ca. 2 Wochen vor der Aussaat ist zu empfehlen.

Tipp: Soja sollte in Regionen mit geeignetem Klima angebaut werden. Die Pflanze benötigt warme Böden, um sich gut entwickeln zu können. Je wärmer der Boden, desto schneller wachsen die Jungpflanzen und desto weniger Chancen besteht auf Unkrautbefall.

Mechanische Unkrautbekämpfung: Soja schützen durch direkte Regulierung von Unkraut

Bei der mechanischen Bekämpfung von Unkraut kommt es neben der richtigen Technik auch auf den geeigneten Zeitpunkt an. Optimalerweise wird gegen das Beikraut bereits im Fädchenstadium vorgegangen. Behilflich sind dir dabei Werkzeuge wie Striegel und Hacke.

Wichtig: Achte bei der Aussaat von Soja auf eine gleichmäßige Saattiefe. Wird dies nicht beachtet, besteht die Gefahr, dass du beim Striegeln wertvolle Bohnen beschädigst.

Wenige Tage nach der Aussaat – in der Regel um die 3 Tage danach – kannst du blindstriegeln. Achte dabei jedoch darauf, dass nicht bereits Keimlinge zu sehen sind. Wenn dies der Fall ist, sollte keine Blindstriegelung mehr durchgeführt werden, da sonst die Pflanzen beschädigt werden.

Tipp: Bei der mechanischen Regulierung von Unkraut empfiehlt es sich, 10 % bis 20 % mehr Sojabohnen je Quadratmeter auszusäen. Somit beugst du möglichem Verlust durch die intensive Bodenbearbeitung vor.

Beim Hacken solltest du darauf achten, nicht zu häufig über das Feld zu fahren. In der Regel sind 2 bis 3 Durchgänge bis Bestandsschluss angebracht. Zudem wird beim Hacken etwas Fingerspitzengefühl benötigt. Gut geeignet sind Torsions- und Fingerhacken

Tipp: Sonnige und warme Tage eignen sich am besten für die mechanische Unkrautregulierung.

Möglicher Einsatz von Soja-Herbiziden

Ein Einsatz von Herbiziden beim Anbau von Soja ist durchaus möglich. Mit der Zeit haben sich im Handel verschiedene Produkte etabliert, sodass du ganz nach eigenem Ermessen dein Vorgehen planen kannst. Grundsätzlich steht dir dabei die Wahl frei zwischen einem Einsatz von:

  • Vorauflauf- und Nachauflaufherbiziden.
  • nur Vorauflaufherbiziden

Einige Betriebe setzen auf einen Einsatz sowohl von Vorauflauf- als auch von Nachauflaufherbiziden. Das hat den Vorteil, dass mögliche Schwächen des Vorauflaufherbizids später ausbalanciert werden können. Rechne bei beiden Herbiziden jeweils mit 1 bis 2 Vorgängen.

Bei der Auswahl der Herbizide solltest du immer auch die Zusammensetzung deines Bodens mit in die Entscheidung einbeziehen. Eine gründliche Bodenuntersuchung vor der Aussaat von Soja lohnt sich deshalb auf jeden Fall.

Wichtig: Beim Herbizideinsatz muss auch immer auf die gültigen Bestimmungen vor Ort bezüglich der Menge je Hektar geachtet werden.

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