Verfütterung von Soja an Schweine, Geflügel und Rinder

Soja wird selbstverständlich auch als Futtermittel eingesetzt, in Deutschland angebautes/produziertes Soja in erster Linie in Form von vollfetten Sojabohnen und daraus hergestelltem Sojakuchen. Zum Einsatz kommt Soja als Futtermittel in der Schweine- und Geflügelfütterung sowie in der Rinder- und Schaffütterung.

Was bietet Soja als Futtermittel?

Verfütterung von Soja

Soja wird z.B. als Viehfutter für Schweine, Geflügel und Rinder genutzt. (Bild: stock.adobe.com – RGtimeline)

Wie traditionelle Körnerleguminosen (zum Beispiel Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen) enthält auch Soja alle wertbestimmenden Inhaltsstoffe. Dazu zählen:

  • Trockenmasse
  • Rohasche
  • Rohprotein
  • Rohfett
  • Rohfaser
  • Stärke
  • Zucker

Während Soja vergleichsweise wenig Stärke und Rohfaser enthält, ist es umso reicher an Rohprotein, Rohfett und Zucker. Der hohe Anteil an Rohfett kann allerdings sogar einsatzbegrenzend wirken. Daher wird in solchen Fällen auf den aus vollfetten Sojabohnen hergestellten Sojakuchen zurückgegriffen. Dieser hat einen Restfettgehalt von höchstens 10 % und eignet sich für die Fütterung deutlich besser.

Mit Blick auf die Mineralstoffe ist feststellbar, dass die Sojabohne im Vergleich zur Ackerbohne mehr Calcium, Phosphor und Kalium enthält. Weiterverarbeitet zu Sojakuchen oder als Sojaextraktionsschrot fällt der Unterschied noch deutlicher zugunsten der Sojabohne aus.

Soja für die Schweine- und Geflügelfütterung

Für Schweine und Geflügel liefert Soja vor allem eines: Eiweiß. Doch nicht nur zur Eiweißlieferung, sondern auch zur Energielieferung tragen Sojaprodukte bei. Wegen der hohen Trockenmasse- und Fettgehalte verzeichnen Sojabohnen und Sojakuchen eine höhere Energiekonzentrationen als beispielsweise Getreide. In Sojaprodukten für die Fütterung sind allerdings als sekundäre Inhaltsstoffe Trypsininhibitoren enthalten, die im Dünndarm der Nutztiere die Wirkung des eiweißspaltenden Enzyms Trypsin hemmen. Bevor Sojabohnen und daraus hergestellte Futtermittel an Monogastriden wie Schweine und Geflügel verfüttert wird, ist eine thermische Behandlung notwendig, um die enthaltenen Proteaseinhibitoren zu inaktivieren.

Darüber hinaus muss für die Schweine- und Geflügelfütterung auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit Aminosäuren geachtet werden. Hier geht es vor allem um Methionin, mit dem die Sojaproteine nur relativ knapp ausgestattet sind. Sojakuchen wird bevorzugt für die Schweine- und Geflügelfütterung eingesetzt. Empfehlenswert ist, den Sojakuchen mit anderen Methionin enthaltenen Eiweißfuttermitteln zu kombinieren, beispielsweise mit entschältem Sonnenblumenkuchen.

Soja für die Rinderfütterung

Für die Fütterung von Mastrindern und Milchvieh können Sojabohnen und Sojakuchen als alleiniges Eiweißfuttermittel verwendet werden. Sie müssen vorher jedoch wärmebehandelt werden. Als Eiweißträger können sie den UDP-Bedarf (pansenbeständiges Rohprotein) von Milchkühen sehr gut decken, sodass auch unter ökologischen Fütterungsbedingungen eine hohe Milchleistung realisiert werden kann.

Etwas problematisch für Rinder ist der hohe Fettgehalt in den Sojabohnen, da zu hohe Tagesfettmengen bei Wiederkäuern Verdauungsdepressionen nach sich ziehen können. In der Milchviehfütterung spielt außerdem nXP-Gehalt (nutzbares Rohprotein) eines Futtermittels eine bedeutende Rolle. Dieser wird vor allem von der Energiebereitstellung für die mikrobielle Proteinbildung bestimmt, welche im Pansen stattfindet. Im Vergleich zur Ackerbohne fällt das nutzbare Rohprotein bei Soja, Sojakuchen und Sojaextraktionsschrot wesentlich höher aus.

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